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Was sind die Ursachen für Augenermüdung und wie lässt sie sich vermeiden?
Wer hat am Ende eines Tages noch nie ein Kribbeln in den Augen, Schwierigkeiten beim Fokussieren oder sogar Kopfschmerzen verspürt? Diese Symptome, von denen die meisten Menschen mindestens einmal in ihrem Leben betroffen sind, sind Anzeichen für eine Überanstrengung der Augen. Auch wenn diese Beschwerden unseren Alltag leicht beeinträchtigen und bestimmte Aufgaben erschweren können, lassen sie sich durch einfache Gewohnheiten und eine leichte Umgestaltung Ihres Arbeitsplatzes lindern.
Was sind die Ursachen für Augenermüdung und wie lässt sie sich vermeiden?
In der Regel sind mehrere Faktoren für die Augenmüdigkeit verantwortlich, die sowohl bei der betroffenen Person selbst als auch in ihrem Arbeitsumfeld liegen können. So können beispielsweise eine starke Beanspruchung der Augen, aber auch die Art der im Laufe des Tages verrichteten Arbeit und deren Dauer einen Einfluss auf das Auftreten von Augenmüdigkeit haben.
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Art der Aufgaben
Augenermüdung betrifft zahlreiche Berufe sowohl im Dienstleistungssektor als auch in der Industrie und in speziellen Bereichen, in denen Aufgaben anfallen, bei denen das Sehvermögen stark beansprucht wird. Dabei kann es sich beispielsweise um die Arbeit am Computerbildschirm, das längere Lesen von Dokumenten oder auch um detailreiche Tätigkeiten handeln, die eine gewisse Präzision erfordern, wie Nähen, das Zusammenbauen kleiner mechanischer oder elektronischer Teile, chirurgische Eingriffe usw.
„Augenermüdung tritt in Berufen auf, in denen das Sehvermögen stark beansprucht wird, beispielsweise bei der Arbeit am Bildschirm, beim längeren Lesen von Dokumenten oder bei präzisen Tätigkeiten.“
Der ergo-Tipp: Das Fixieren eines nahen Objekts erfordert von den Augen eine größere Muskelanstrengung als das Fixieren eines entfernten Objekts. Es wird empfohlen, alle 20 Minuten 20-sekündige Mikropausen einzulegen, in denen man die Augen ausruht, indem man einen oder mehrere Punkte in der Ferne fixiert. Vergessen Sie außerdem nicht, stündlich „richtige“ Pausen von 5 Minuten einzulegen. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um aufzustehen und herumzulaufen, um sich die Beine zu vertreten und Ihr Gehirn mit Sauerstoff zu versorgen. Für diejenigen, die sich dagegen sträuben: Auch im Stehen zu telefonieren oder zum Drucker zu gehen, kann bereits ausreichen.
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Arbeitsumfeld
Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Faktor, der das Auftreten von Augenmüdigkeit begünstigt, ist unser Arbeitsumfeld. Tatsächlich werden wir stark von unserer Umgebung beeinflusst, insbesondere wenn wir uns mehrere Stunden am Stück im selben Raum aufhalten. So wirken sich Lärm, Licht, Temperatur, aber auch die Raumaufteilung auf unsere Konzentrationsfähigkeit und damit auf unsere Produktivität aus. Zudem kann die Gestaltung des Arbeitsplatzes entscheidend für das Auftreten von Muskel-Skelett-Erkrankungen und Beschwerden wie Augenmüdigkeit sein. Ein unordentlicher Arbeitsplatz erschwert zum einen den Zugriff auf die verschiedenen darauf befindlichen Gegenstände, stellt aber auch eine visuelle Belastung dar und hindert Ihren Blick daran, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Der Ergo-Tipp: Wenn Sie beim Notieren oder bei der Dateneingabe regelmäßig Dokumente einsehen müssen, empfiehlt sich die Verwendung einer Dokumentenablage, um das Hin- und Herwechseln des Blicks zwischen den Dokumenten und dem Bildschirm zu begrenzen und so die wiederholte Belastung der Augen und der Halswirbelsäule zu verringern. Schließlich ist das Umgebungslicht einer der wichtigsten Faktoren Ihres Arbeitsumfelds, der Ihren Sehkomfort erheblich beeinflusst. Es ist wichtig zu beachten, dass grelles Licht für die Augen ebenso unangenehm ist wie zu schwache Beleuchtung. Der Arbeitsplatz muss daher ausreichend, aber indirekt beleuchtet sein, um Reflexionen und Blendungen zu vermeiden. Vermeiden Sie es daher, Ihren Arbeitsplatz direkt unter einer Leuchtstoffröhre oder einer zu hellen Lampe aufzustellen, und achten Sie nach Möglichkeit darauf, Ihren Schreibtisch quer zu den Fenstern zu platzieren.
„Zu helles Licht ist für die Augen genauso unangenehm wie zu schwache Beleuchtung.“
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Der Umgang mit Bildschirmen im Alltag
In den letzten Jahren haben Fernseher, Computer, Smartphones und Tablets unseren Alltag erobert und unseren Lebensstil auf den Kopf gestellt. Die regelmäßige Nutzung dieser Bildschirme bleibt nicht ohne Folgen für unser Sehvermögen und verstärkt die Anzeichen von Augenermüdung.
Ein Großteil der Bevölkerung arbeitet täglich am Computer, ist sich jedoch nicht unbedingt der Auswirkungen dieser Arbeitsweise auf die Gesundheit bewusst. Im Jahr 2012 wurde die Zahl der als Berufskrankheiten eingestuften Muskel-Skelett-Erkrankungen auf 46.537 geschätzt, von denen 5 % auf die Arbeit am Bildschirm zurückzuführen waren. Tatsächlich wechselt unser Blick bei der Arbeit am Computer etwa zwanzig Mal pro Minute zwischen unserer Umgebung und dem Bildschirm hin und her, was eine gewisse Anstrengung beim Fokussieren sowie eine Anpassung an die wechselnden Lichtverhältnisse erfordert. Bei kontinuierlicher Bildschirmarbeit tritt nach zwei oder mehr Stunden Nutzung eine Ermüdung der Augen auf. Kribbeln, Brennen, Schwierigkeiten beim Fokussieren oder auch Kopfschmerzen können auftreten und somit unsere Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigen. Im Durchschnitt blinzelt ein Mensch etwa achtzehn Mal pro Minute, doch bei längerer Bildschirmarbeit verringert sich die Anzahl der Lidschläge stark, was zu einer Austrocknung des Auges führt, die für die zuvor genannten Beschwerden verantwortlich ist.
„5 % der Muskel-Skelett-Erkrankungen sind auf die Arbeit am Bildschirm zurückzuführen.“
Der Ergo-Tipp: Denken Sie daran, bei der Arbeit am Bildschirm bewusst mit den Augen zu blinzeln, um ein Austrocknen der Augenschleimhaut zu vermeiden. Zudem beugt die richtige Einstellung der Bildschirmposition Augenermüdung sowie bestimmten Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Nackenschmerzen vor. Dazu sollte sich die Oberkante des Bildschirms auf Augenhöhe befinden, wenn Sie den Kopf gerade halten.
Was den Abstand betrifft, sollte der Bildschirm etwa 50–70 cm von Ihren Augen entfernt sein, was in etwa der Länge Ihrer nach vorne ausgestreckten Arme entspricht. Für mehr Flexibilität können die Bildschirme an Bildschirmarmen befestigt werden, die sowohl eine schnelle und einfache Verstellung als auch die Anbringung eines Doppelarms zur Befestigung eines zweiten Bildschirms, eines Laptops oder eines Smartphones ermöglichen.
Denken Sie schließlich daran, die Einstellungen Ihres Bildschirms anzupassen: Kontrast, Helligkeit sowie Auflösung und Textgröße. Alle von uns empfohlenen ergonomischen Einstellungen finden Sie in unserem entsprechenden Ratgeber.

Quellen:
http://www.inrs.fr
http://www.credoc.fr
http://asnav.org
http://www.posturite.co.uk
Zusammenfassend lässt sich sagen: Um die Augenbelastung zu verringern:
Machen Sie stündlich eine Pause, stehen Sie auf und schauen Sie in die Ferne
Stellen Sie Ihren Bildschirm so ein, dass dessen Oberkante auf Augenhöhe liegt
Stellen Sie Ihren Bildschirm in einem Abstand von 50–70 cm auf (Augen-Bildschirm-Abstand)
Passen Sie die Helligkeitseinstellungen Ihres Bildschirms an
Verwenden Sie einen Laptopständer, wenn Sie mit einem Laptop arbeiten
Verwenden Sie eine Dokumentenhalterung, wenn Sie Dokumente einsehen und regelmäßig Notizen machen
Halten Sie Ihren Arbeitsplatz sauber und aufgeräumt
Sorgen Sie für eine Beleuchtung, die dem Raum und der Art Ihrer Aufgaben entspricht
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